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Dissertationspreis der Fakultät für Leon Lettermann und Georg Schwefer

14.10.2026

Leon Lettermann und Georg Schwefer haben den Dissertationspreis der Fakultät für Physik und Astronomie erhalten. Gefördert wird der Preis von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung. Überreicht wurden die Preise am 7. Oktober während der 57. Heidelberger Physik-Graduiertentage, unmittelbar vor der Hans-Jensen-Vorlesung. 
 
Leon Lettermann promovierte am Institut für Theoretische Physik in der Gruppe Physik komplexer Biosysteme von Prof. Dr. Ulrich Schwarz. Seine Arbeit handelt davon, wie sich Malaria-Erreger fortbewegen. Die Parasiten haben weder Beine noch Geißeln, sie gleiten. Und wie genau, hängt an ihrer Form und an Strömungen auf ihrer eigenen Oberfläche. Lettermann hat dafür eine geometrische Theorie entwickelt und gezeigt, dass die Händigkeit der Parasiten ihr Bewegungsmuster bestimmt. Entstanden ist die Arbeit in Zusammenarbeit mit der Gruppe von Friedrich Frischknecht und im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms „Physik des Parasitismus“. 
 
Georg Schwefer promovierte am Max-Planck-Institut für Kernphysik bei Prof. Dr. Jim Hinton. Seine Dissertation „Studying Galactic TeV Gamma-ray Emission on the Smallest and Largest Scales“ nimmt sich die Gammastrahlung der Milchstraße an zwei entgegengesetzten Enden vor: bei einzelnen Quellen und bei der diffusen Strahlung, die die ganze Galaxis erfüllt. Diese Photonen entstehen dort, wo kosmische Strahlung auf Gas und Strahlungsfelder trifft. Anders als die geladenen Teilchen selbst, deren Bahnen von Magnetfeldern verbogen werden, fliegen sie geradeaus und verraten uns damit, wo die Teilchen herkommen. Heute ist Schwefer Postdoc in derselben Abteilung und arbeitet in der HAWC/SWGO-Gruppe weiter an der diffusen Strahlung. 
 
Über die Vergabe entschied eine Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Astrid Eichhorn (Institut für Theoretische Physik), außerdem beteiligt waren Prof. Dr. André Butz (Institut für Umweltphysik), Prof. Dr. Ralf Klessen (Institut für Theoretische Astrophysik), Prof. Dr. Klaus Reygers (Physikalisches Institut) und Prof. Dr. Belina von Krosigk (Kirchhoff-Institut für Physik). 
 
Die Fakultät für Physik und Astronomie gratuliert beiden ganz herzlich.