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Heidelberger Physiker Thomas Arne Hensel erhält Deutschen Studienpreis 2026

10.8.2026

Der Physiker Dr. Thomas Arne Hensel ist mit dem Deutschen Studienpreis 2026 der Körber-Stiftung ausgezeichnet worden. Für seine an der Universität Heidelberg entstandene Dissertation erhält er den mit 25.000 Euro dotierten ersten Preis in der Sektion Natur- und Technikwissenschaften. Die Auszeichnung würdigt herausragende Promotionen mit besonderer gesellschaftlicher Relevanz.

In seiner Dissertation entwickelte Dr. Hensel ein neuartiges optisches Verfahren, mit dem sich die Dynamik proteinähnlicher Strukturen in Zellen erstmals mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung sichtbar machen lässt. Hierfür entwarf er spezielle Beleuchtungsmuster, die Strukturveränderungen auf der Größenskala einzelner Proteine mithilfe optischer Mikroskopie erfassen können. Die Methode eröffnet neue Möglichkeiten für das Verständnis molekularer Krankheitsmechanismen und könnte künftig dazu beitragen, die Wirkung von Medikamenten auf Proteine besser zu untersuchen oder Resistenzen in der Tumortherapie zu erforschen.

Thomas Arne Hensel promovierte an der Universität Heidelberg als Mitglied der Heidelberg Graduate School for Physics (HGSFP). Seine Forschungsarbeiten führte er überwiegend in der Abteilung BioNanophotonik von Prof. Dr. Stefan Hell am Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften in Göttingen sowie am Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung in Heidelberg durch. Heute ist er Postdoktorand am Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften und widmet sich einem Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Quantenvielkörperphysik.

Der Deutsche Studienpreis zählt zu den höchstdotierten Auszeichnungen für Promovierte in Deutschland. Im Wettbewerbsjahr 2026 wurden aus insgesamt 859 eingereichten Dissertationen die besten Arbeiten in den Bereichen Sozialwissenschaften, Natur- und Technikwissenschaften sowie Geistes- und Kulturwissenschaften ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet im Dezember 2026 in Berlin statt.

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SEBASTIAN BURK