JOHN SCHNOBRICH / UNSPLASH

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Machtkonflikte in der Forschung

13.5.2026

Forschung ist von Hierarchien geprägt. Die ungleichen Machtverhältnisse zwischen Professor:innen, Postdocs und Doktorand:innen beeinflussen nicht nur das tägliche Verhalten und das Wohlbefinden der Beteiligten, sondern können langfristig die Karrieren einzelner Wissenschaftler:innen beeinträchtigen.

Je größer die Forschungsprojekte und -verbünde werden, desto komplexer werden diese Machtverhältnisse. In internationalen Verbünden wie dem CERN, an dem Tausende von Forschenden beteiligt sind, kommen politische Konflikte hinzu und ist die rechtliche Ahndung von Fehlverhalten erheblich erschwert.

Wie beeinflussen Machtverhältnisse die Forschung? Was bringen ethische Codes of Conducts? Was sind deren Grenzen? Braucht es stärkere (internationale) Regelungen? Was können Forschenden tun, um einen besseren Umgang untereinander zu fördern? Aus ihren jeweiligen Perspektiven präsentieren die Teilchenphysikerin Belina von Krosigk und die Organisationssoziologin Kathia Serrano Velarde ihre Antworten auf diese Fragen und diskutieren deren Bedeutung für wissenschaftliche Professionalität.

 

Mit Belina von Krosigk (Teilchenphysik) und Kathia Serrano Velarde (Soziologie)

19. Mai, 18:00 Uhr, c.t., „Goldbox“ (Im Neuenheimer Feld 226)

 

Die Veranstaltung wird in englischer Sprache stattfinden.

 

Die Jellinek-Dialoge erkunden die Vielfalt ethischer Fragen in den Wissenschaften. Der Fokus liegt dabei auf der ethischen Reflexion der wissenschaftlichen Berufe, allen voran der Forschung. In den meisten Disziplinen werden normativ relevante Fragen durch den Forschungsgegenstand aufgeworfen, aber auch durch die Methoden und die Forschenden selbst; etwa die internationale Zusammenarbeit, militärisch nutzbare Forschung, Machtverhältnisse, Karrierewege, partizipative Methoden oder Nachhaltigkeit – mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Leerstellen.

Zwei Vertreter:innen unterschiedlicher Fachrichtungen geben kurze Impulse zu einem gemeinsamen Thema und kommen miteinander und dem Publikum ins Gespräch. Dabei werden Aspekte der Forschung und die professionellen Rollen kritisch beleuchtet. Ziel ist ein offener Dialog über Herausforderungen und Chancen ethischer Reflexion. Eingeladen sind Studierende und Forschende aller Karrierestufen.